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    Kreativ realisieren

    Kreativ sein, heisst neue Ideen entwickeln, neue Prozesse in Gang bringen, routinierte Abläufe überdenken. Wie setzt man neue Impulse möglichst wirksam um? Im Hinterkopf lauern die typischen Kreativitätskiller wie Sicherheitsdenken, Konkurrenzdruck, Erwartungsdenken, Zeitdruck, schlechte Rahmenbedingungen, mangelndes Selbstbewusstsein.

     

    Walt Disney zum Beispiel, soll sich bei seiner Arbeit jeweils auf einen anderen Stuhl gesetzt haben, um sich besser in andere Persönlichkeiten hineindenken zu können. Der physische Perspektivenwechsel schafft optimale Bedingungen, um neue Ideen entwickeln zu können. Der Träumer zum Beispiel setzt sich in einen bequemen Ohrensessel. Er entwickelt verrückte Ideen, schmückt sie farbig aus, die Machbarkeit interessiert ihn nicht. Der Bürostuhl ist für den Realisten gedacht. Er wägt ab, weiss, welche Ressourcen vorhanden sind und überlegt, wie die Aufgaben verteilt werden sollen. Der Kritiker hingegen setzt sich auf einen Holzstuhl und hinterfragt, erkennt Schwachpunkte und Risiken.

     

    Um Neues nicht nur zu denken, sondern auch in die Tat umzusetzen, ist jede dieser Rollen wichtig. Wer träumt, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen, hat aber oft Schwierigkeiten zu planen. Wer realistisch plant, mag die Umsetzung gut im Griff haben, erkennt aber die konzeptionellen Fehler einer Idee nicht. Wer kritisiert, erkennt die Fehler, überlässt den Verbesserungsvorschlag aber gerne wieder dem Träumer.

     

    Im Kopf des Träumers entsteht ein neuer Formel-1 Bolide. Er gleitet wie auf Schienen durch die engen Kurven Monacos, schnell, leicht, elegant, sicher, konkurrenzlos. Beim Träumer ist alles möglich, er geht allen kreativen Gefühlen nach. Der Realist hingegen fragt sich, welche Menschen und Dinge, welches Wissen und Material er benötigt, um diesen Boliden zu verwirklichen, welche Schritte in der Planung, in der Umsetzung zu erfolgen haben. Der Kritiker führt sich die Vorstellungen des Träumers und des Realisten vor Augen, überprüft, legt aus, berechnet, überlegt, was die beiden andern übersehen haben, was zu ergänzen ist. So entpuppen sich manche auf den ersten Blick noch so unrealistische Ideen als wirkliche, innovative Ansätze.

    Kreative Lösungen können nicht mit Logik gefunden werden, sind aber logisch, wenn man sie gefunden hat.

     

     

     
    Die weiteren Themen dieses Newsletters:

     

    Zeitreise
    Heute: Der Trick mit den Filmen

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    Der praktische Tipp

    Kreativ einrichten

    Eigentlich hat sich die Einrichtung den Nutzern anzupassen. Sie sollte flexibel sein, sich um- und ausbauen lassen. Sie sollte sich in Farbe und Materialisierung verändern können.

    Eigentlich exakt die Eigenschaften des Aufbewahrungssystems wallstreet. Urs Greutmann, der mit seiner Frau Carmen wallstreet entwarf, bezeichnete wallstreet als den längsten Nagel der Welt. Der längste Nagel – eine aus Aluminium gefertigte Wandschiene – folge als verbindendes Element horizontal der Wand von Raum zu Raum. Diese Wandschiene mit System räumt auf in allen Räumen. Auf dieser Wandschiene werden Aluminiumrahmen eingehängt, die all die wichtigen Dinge des Alltags aufnehmen. Professionell genutzt am Arbeitsplatz für Ordner, Prospekte, als Bibliothek, Vitrine, Garderobe. Im privaten Umfeld individuell einsetzbar vom Eingangsbereich über Küche, Wohnraum bis hin zum Bad. Der Raum wird dort optimal genutzt, wo bisher nur einfach Wand war.