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Dünn und durchsichtig

Cellophan fühlt sich wie Plastik an, ist es aber nicht. Cellophan, respektive Cellulosehydrat – oder für Nicht-Chemiker kurz Zellglas - wird vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Der Name ist übrigens, wie so oft, ein Markenname. Zellglas ist ein Kunststoff, der voll aus nachwachsenden statt fossilen Rohstoffen hergestellt werden kann. Die stoffliche Zusammensetzung ähnelt der einer Viskosefaser. Und weil es eben kein Kunst-, sondern ein Naturstoff ist, lässt sich Cellophan sogar kompostieren oder als Altpapier entsorgen, sofern rein und unbeschichtet.

Staunenswert ist nicht nur die bequeme Entsorgung, sondern vor allem eine chemische Eigenschaft. Cellophan oder Zellglas ist nämlich wasserdicht, doch Dampf lässt es passieren. Es bildet sich kein Kondenswasser und das Sandwich bleibt knusprig und frisch.

Wer hat’s erfunden ? Jacques Edwin Brandenberger war eine Art Wunderkind der Chemie, als er nach einem Studium an der Universität Bern mit nur 22 Jahren seinen Doktortitel erwarb. 1908 erfand er jene dünne, durchsichtige, nicht besonders elastische Folie, die er «Cellophan» nannte und die ihm bis zu seinem Tod 1954 ein beachtliches Vermögen eintragen sollte.

Aber Achtung: Längst nicht jede transparente Folie besteht aus Zellglas – oft genug ist es eine billigere Plastikfolie. Für Süssigkeiten aber, für Gebäck, Käse und Fleisch bleibt Cellophan bis heute die erste Wahl.

 

Quelle : Wikipedia


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