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Raumakustik in Bürowelten

Die Qualität der Arbeitsbedingungen in Büroräumlichkeiten und die Atmosphäre in dieser Umgebung wird von komplexen Zusammenhängen der menschlichen Sinneswahrnehmungen bestimmt. Die Gestaltung von Räumen, die Platzverhältnisse, das Licht, die Farbgebung, die Gerüche und zu einem wesentlichen Teil auch die akustischen Verhältnisse sind Faktoren welche Einfluss darauf nehmen, wie wir uns an einem Arbeitsplatz fühlen.

Obwohl nachgewiesen werden kann, dass die Arbeitsleistung von Bürofachkräften in Zusammenhang mit den akustischen Verhältnissen am Arbeitsplatz steht, wird dieser Thematik bei der Einrichtungsplanung für die Büronutzung oft wenig Beachtung geschenkt oder auch werden die teils komplexen Aufgabenstellungen mit allzu einfachen baulichen Lösungen bearbeitet.

Am Anfang einer Planungsaufgabe sollte die Frage der Nutzung stehen. Als Beispiel resultieren für eine Open-Space Bürolandschaft andere Akustikanforderungen wie in einem kleineren Gruppenbüro und nochmals andere Voraussetzungen gelten für einen Konferenzraum. Bei der Anforderungsdefinition stellt sich die zentrale Frage, ob die Sprachverständigung zwischen Menschen in ausreichender Qualität gewünscht ist, oder genau das Gegenteil, dass die Sprachinhalte zwischen den Arbeitsplätzen in einem Grossraumbüro möglichst unverständlich bleiben sollen.

Die Grundlage einer akustischen Raumgestaltung bildet sich aus der Menge und der Art unterschiedlicher, schallabsorbierender Oberflächen in einem bestimmten Raumvolumen. Aktuell wird in der Ausstattung von Büroräumen gerne mit textilen Materialoberflächen gearbeitet. Sitzmöbel, Wand- und Deckenpaneelen, Spezialvorhänge, usw. In Kombination mit Teppichfussböden kann der grossflächige Einsatz von textilen Materialien unter bestimmten Umständen aber zu einer Stumpfheit des Raumeindrucks führen.

Eine alternative Methode und gute Ergänzung zur akustischen Gestaltung bieten die neu entwickelten mikroperforierten Paneelen von acoustic by adeco. Diese werden mit Holzwerkstoffen gefertigt und weisen eine ultrafein perforierte Oberfläche auf. Diese Konstruktionen wirken als sogenannte Resonanzabsorber. Vereinfacht erklärt funktionieren diese Akustikelemente mittels Masse-Feder-System, wobei die vielen nebeneinander gebohrten, kaum sichtbaren Löcher gemeinsam die Masse bilden und die hinter der Frontplatte eingeschlossene Luft wirkt als Feder. Der Wirkungsbereich dieser Akustikelemente ist nicht identisch mit textilen und porösen Materialien, weshalb sich für die akustische Raumgestaltung zusätzliche Möglichkeiten bieten. Die Paneelen von acoustic by adeco sind hochwirksam in tiefen Mittenfrequenzen. Die Hallraummessung durch das Schweizerische Forschungsinstitut EMPA bestätigt auch die Breitbandabsorber Qualität durch die Auszeichnung mit der Schallabsorptionsklasse A.

Die Gestaltung von Büroarbeitsräumen sollte im Gesamtzusammenhang von verschiedenen baulichen Einflussfaktoren betrachtet werden. Die Wahl eines geeigneten Akustikkonzepts gehört dabei zu den Basisaufgaben. Eine Zusammenarbeit mit allen Beteiligten einer Projektplanung von Beginn weg ist zudem zentral.

 

Markus Spinnler, Dipl. Akustiker SGA


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