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Die Natur - unser Vorbild

George de Mestral begann sich bereits als Kind für technische Prozesse zu interessieren und ließ sich im Alter von nur zwölf Jahren ein mit Stoff bespanntes Modellflugzeug patentieren. Nach seinem Schulabschluss studierte er an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) und trat nach seinem Examen in ein Ingenieurbüro ein.

Der Klettverschluss ist das Ergebnis einer langen Forschung und Weiterentwicklung eines kleinen Geheimnisses der Natur. Durch Zufall entdeckte 1945 der Schweizer Erfinder Georges de Mestral (1907-1990) von Aubonne bei Lausanne die extrem starke Haftung der Klette an seinen Hosen. Der passionierte Jäger fand nach einem Ausflug die Früchte der Grossen Klette sowohl an seiner Hose als auch im Fell seines Hundes. Beim Untersuch unter dem Mikroskop begriff er, wieso die igelartigen Kugeln so gut haften: Die vermeintlichen Stacheln der Samen tragen an ihrer Spitze winzige elastische Häkchen, die sich bei Kontakt mit Fell oder gewobenem Stoff festsetzen. Diese Beobachtung führte ihn zur Entwicklung eines Verschluss-Systems, das zwei Materialien auf einfache Weise miteinander verbindet. Das erste von ihm gestaltete Band hatte Haken und Ösen noch in einem Band, nicht wie heute in zwei getrennten Bändern.

Erst zehn Jahre später, 1951, liess Mestral seine Erfindung unter dem Namen Velcro, von „velours“ (Samt) und „crochet“ (Haken), patentieren. Er gründete die Firma Velcro Industries, die 1959 den ersten Klettverschluss auf den Markt brachte. Bald produzierte das Unternehmen 55‘000 Kilometer des neuen Materials pro Jahr. Die Firma hat inzwischen ihren Hauptsitz in Manchester, USA.

 

Quelle : Internet


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