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Reine Spekulation

„Nicht die Banker und Ganoven, die mangelnde Finanzmarktregulierung oder die Naturgewalten sind schuld daran, dass es in schöner Regelmässigkeit knallt. Nein, wir sind es selbst, weil wir stets von Neuem der Verheissung einer wunderbaren Geldvermehrung auf den Leim gehen. Wenn auf einem Markt eine besonders aufgeheizte Stimmung herrscht, wenn von einer einmaligen Gelegenheit geredet wird, die besonderen Weitblick voraussetzt, sollte jeder einen grossen Bogen machen. Es ist nicht nur möglich, dass der Einzelne einen Fehler macht, auch die ganze Gesellschaft kann sich täuschen - der Irrtum kann eskalieren!“ So der Ökonom John Kenneth Galbraith.

 

1637 - Mit der Tulpenmanie erlebten die holländischen Städte eine der ersten Spekulationsblasen der Geschichte. Angeblich wechselten einzelne Zwiebeln mehrfach am Tag den Besitzer - bis sich bei den inflationierten Preisen plötzlich kein Käufer mehr fand.

 

1871 - Deutschland erlebte nach der Reichsgründung die "Gründerjahre" mit einer wahren Schwemme neuer Unternehmen - und gleich darauf den "Gründerkrach", nachdem 1873 die Wiener Kreditanstalt kollabierte. Die Börsen in ganz Europa und den USA brachen zusammen.

 

1929 - Black Thursday. Das Börsendesaster ist das Ende der "Dienstmädchen-Hausse" an der Wall Street im Oktober 1929. Sogar Schuhputzer hätten sich für das Hundertfache ihres Eigenkapitals Geld zum Aktienkauf geliehen, um am sagenhaften Boom teilzuhaben. Als die Kurse zusammenbrachen, stürzten sich nicht nur Börsenmakler aus dem Fenster.

 

1987 - Black Monday. Am 19. Oktober fiel der Dow-Jones-Index um 22,7 Prozent, bislang der höchste Rückgang an einem Tag seit 1914. Die Börse in Hongkong verlor fast 46 Prozent. Scheinbar kam der Einbruch aus heiterem Himmel. Der Computerhandel wurde als Schuldiger ausgemacht. Ursache des Crashs war wohl eher die überschüssige Liquidität, die zu übertriebenen Aktienkursen geführt hatte.

 

2000 - Dotcom-Blase. Firmen, die mit dem Internet zu tun hatten, konnten mit nichts als einer Idee viele Anleger gewinnen. Unternehmensgewinne wurden auf später verschoben, wenn sich die Zukunftsbranche entwickeln würde. Ein Kurseinbruch und etliche Unternehmenspleiten folgten.

 

2030 - Sind wir auf das nächste Szenarium vorbereitet ?

 

 

Quelle : Internet


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