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Hoch hinaus

Eigentlich können die Pyramiden von Gizeh durchaus als erste „Wolkenkratzer“ (ca. 2500 v. Chr.) herhalten, mass doch die Cheops-Pyramide im Ursprung stolze 146m. Wohntürme gabs bereits im Mittelalter. Sie wurden in zahlreichen italienischen Städten aus Prestigegründen erbaut wie etwa in San Gimignano. Ab dann gings weiter himmelwärts. Den Anfang machten die Wolkenkratzer in Chicago und New York. Die Spitze weltweit erreichte der Burj Khalifa 2009 mit einer Höhe von 830 Metern.

Wolkenkratzer signalisieren wirtschaftliche Macht und Wachstum. In vielen dicht bebauten Städten sind sie auch schlicht ein Ausdruck von Platzmangel und hoher Nachfrage. Bis zu einer Höhe von etwa 300m können Hochhäuser ökonomisch sein, weil sie viel nutzbaren Raum pro Baufläche bieten. Was darüber hinausgeht, ist dem heutigen Stand der Technik irrational. Der Vorteil der Gewinnung von zusätzlicher Fläche wird bei Hochhäusern mit einer Reihe von Nachteilen erkauft wie etwa die Verschattung der Umgebung, Fallwinde und Windhindernis, Spiegelung wie bei jenem Wolkenkratzer in London, der Aussenspiegel und Armaturenbrett eines geparkten Autos in der Hitze verformte. Wie hoch wird wohl der nächste Wolkenkratzer gebaut?

 

Quelle : Internet


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