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Arbeiten wie ein Pferd

Man sieht sie förmlich vor sich, die nass glänzenden Schweissperlen auf der Stirn, wenn man wie ein Pferd zu arbeiten hat. Wurden in unseren Breitengraden Pferde für harte Arbeit eingesetzt, sind es in Asien Elefanten. Als Nutztiere in der Landwirtschaft oder als Lastentiere in der Holzwirtschaft gehören Elefanten seit jeher zum bäuerlichen Alltag. Sie sind gelehrig und fähig, schwere Lasten zu heben und zu transportieren. Sie verfügen über ein sprichwörtliches Elefantengedächtnis: Der Zoologe Bernhard Grzimek berichtet von einem indischen Mahout (Elefantenführer), der seine Tiere gerne mit Sirup-Brocken belohnte. Die Leckereien hatten eine verhängnisvolle Ähnlichkeit mit Kieselsteinen. Eines Tages gab ein anderer Mahout einem der Dickhäuter versehentlich einen Stein zu fressen. Dieser rächte sich vier Wochen später: Er bewarf den Mann mit dem falschen »Bonbon« – er hatte den Stein die ganze Zeit über in seiner Backentasche aufgehoben.

 

Unter Buddhisten und Hindus gilt Ganesha, der Gott mit dem Elefantenkopf, als weise. Ganesha ist der Gott und "Herr der Hindernisse". Kein neues Unternehmen und keine Festlichkeit kann von Erfolg gekrönt sein, ohne vorher zu Ganesha gebetet zu haben, der einerseits Hindernisse verschwinden lässt, wenn es ihm beliebt, der aber andererseits ebenso Probleme schaffen kann, falls man ihn bei einem wichtigen Anlass vergisst. Siehe Beispiel oben.

 


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