Diese Seite drucken

Selbstgespräche

Thomas Alvar Edison

Sie gehören bei Niederlagen und Enttäuschungen zu den grössten Herausforderungen, diese Selbstgespräche. Wir können uns in mit ihnen nochmal richtig dekonstruieren oder aber auch neuen Mut daraus schöpfen und mit neuer Kraft vorangehen. Je nach dem was Ihr Oberstübchen ausbrütet, werden unterschiedlich viele Stresshormone ausgeschüttet. Ihre Gedanken sind massgeblich für Ihr Wohlbefinden entscheidend.

Unsere Selbstgespräche entscheiden ganz direkt darüber, ob und wenn ja, wie viele Stresshormone wir in einer bestimmten Situation ausschütten. Selbstgespräche sind  auch entscheidend dafür, wie schnell und wie gut wir in der Lage sind, Enttäuschungen produktiv zu verarbeiten und mit neuer Kraft vorwärts zu gehen. Wie zum Beispiel Thomas Alva Edison, der bei der Erfindung der Glühbirne rund 10.000 Mal neu ansetzen musste, bis es ihm endlich gelang, einen Glühfaden zu entwickeln, der brennt, aber nicht verbrennt. Die Meisten hätten spätestens nach dem fünften Mal aufgegeben und das Projekt beerdigt. Doch Edison war aus anderem Holz geschnitzt: „Ich bin nicht entmutigt, weil jeder als falsch verworfene Versuch ein weiterer Schritt vorwärts ist“.

 

Edison liess sich nicht von der Enttäuschung lähmen, sondern interpretierte die Fehlversuche stets als Hinweise zur Lösung des Problems. Sein „Geheimnis“ war, dass er in jeder Situation das grosse Ziel - die Erfindung der Glühbirne - stets im Auge behielt. Stellen Sie sich vor, wie Sie später, in einem Monat oder einem Jahr darüber denken werden. Oder wie werden Sie in zehn Jahren rückblickend die momentane Situation betrachten? Natürlich hat sich die Enttäuschung dabei nicht gleich in Luft aufgelöst. Aber der weitere Horizont lässt einen eben auch nicht als am Boden zerstörtes Häufchen Elend zurück, sondern hilft, schnell wieder aufzustehen und mit neuer Kraft vorwärts zu gehen.

»Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Sorge über deinen Kopf kreisen. Aber du kannst sie daran hindern, Nester in deinen Haaren zu bauen.« (Chinesisches Sprichwort)
Klären Sie deshalb Ihre Sicht:

•    Wenn der schlimmste Fall eintreten würde: was würde wirklich(!) konkret geschehen?
•    Wie schlimm wäre das wirklich?
•    Wie wahrscheinlich ist der Eintritt dieses Ereignisses?
•    Was wäre schlimmer als das?
•    Wie wichtig ist diese Sache wirklich für mich?


Die Analyse einer Niederlage darf und soll ehrlich und ohne Beschönigung sein. Es geht es keinem gut, der ein Spiel verloren, einen Auftrag nicht gekriegt oder eine Prüfung nicht geschafft hat. Trotzdem, oder erst recht, ist es von hoher Bedeutung, dass Sie nach einer Niederlage zwar ehrlich analysieren – aber genauso ist es wichtig, dass sie nicht aus dem Versagen in einer bestimmten Sache ein allgemeingültiges »Ich bin ein Versager« machen.

 

Machen Sie Ihren Selbstwert niemals von Dingen abhängig, die Sie nicht in der Hand haben! Ein Sportler etwa hat nur die eigene Leistung in der Hand, nicht aber die seiner Gegner. Ähnliches gilt im Geschäftsleben. Sie haben einiges, was Ihren geschäftlichen Erfolg anbelangt in der Hand, aber eben nicht alles!

Der Autor : Markus Frey, www.stressfrey.de


webdesign bucca